
Cannabis und Multiple Sklerose – Hoffnung aus der Hanfpflanze?
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Temps de lecture 4 min
Écrit par : Katharina
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Wer sich schon mal mit chronischen Krankheiten beschäftigt hat, ist bestimmt auch über den Begriff Multiple Sklerose (MS) gestolpert. Diese Autoimmunerkrankung ist kein Zuckerschlecken – sie betrifft das zentrale Nervensystem, kommt in Schüben und bringt ein buntes Sammelsurium an Symptomen mit: Muskelkrämpfe, Schmerzen, Fatigue, Lähmungen. Kein Wunder, dass viele MS-Betroffene auf der Suche nach Alternativen zur klassischen Medizin sind. Und hier kommt – wie so oft – Cannabis ins Spiel.
In diesem Guide checken wir, was Cannabis für Menschen mit MS tun kann, welche Wirkstoffe wichtig sind, was die Forschung sagt und wie Du oder Betroffene Cannabis sinnvoll einsetzen könnt.
Cannabis kann bei MS helfen – vor allem gegen Spastik, Schmerzen und Schlafprobleme
THC wirkt muskelentspannend und schmerzlindernd, CBD wirkt entzündungshemmend
Studien bestätigen: medizinisches Cannabis zeigt klare Vorteile bei MS
Die richtige Sorte, Dosierung und Anwendung sind entscheidend
Cannabis ist bei MS in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen legal erhältlich
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Nervengewebe angreift – genauer gesagt die Myelinscheiden der Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark. Die Folge: Nervensignale werden nur noch schlecht weitergeleitet. Die Symptome? Unberechenbar.
Muskelkrämpfe und Spastiken
Sehstörungen und Koordinationsprobleme
Taubheitsgefühle oder Lähmungen
Fatigue – eine extreme, lähmende Erschöpfung
Schmerzen und Schlafstörungen
Stimmungsschwankungen und depressive Phasen
Je nach Krankheitsverlauf (schubförmig, chronisch-progredient oder gemischt) zeigen sich diese Symptome unterschiedlich stark und verändern sich im Laufe der Zeit.
Cannabis enthält über 100 verschiedene Cannabinoide, von denen THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) am besten erforscht sind. Beide wirken über das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS) , das eine zentrale Rolle in der Regulation von Schmerz, Entzündung, Stimmung und Bewegungssteuerung spielt.
THC: lindert Schmerzen, reduziert Muskelspastik, fördert Schlaf
CBD: wirkt entzündungshemmend, angstlösend, ausgleichend
Einige Studien legen nahe, dass die Kombination aus beiden Cannabinoiden besonders effektiv ist – sie wirken synergistisch, also besser zusammen als allein.
Die Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit dem Einsatz von Cannabis bei MS beschäftigt. Hier ein paar Highlights:
Nabiximols (Sativex): Ein THC-CBD-Spray ist in Deutschland und vielen anderen Ländern zur Behandlung von MS-Spastiken zugelassen.
2011 – Studien an der Universität Plymouth: zeigten eine signifikante Reduktion von Spastiken durch THC-haltige Präparate.
2017 – Cochrane Review: Cannabisbasierte Arzneimittel können Spastik und Schmerzen bei MS lindern, auch wenn mehr Daten nötig sind.
Weniger Spastiken
Verbesserte Schlafqualität
Geringere Schmerzen
Mehr Lebensqualität und weniger Fatigue
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Produktform | Wirkungseintritt | Dauer | Vorteile |
---|---|---|---|
Vape/Blüte | 2–10 Minuten | 1–3 Std | Schneller Effekt, gut dosierbar |
Öl/Tropfen | 30–60 Minuten | 4–6 Std | Langsame Aufnahme, sanfte Wirkung |
Edibles | 60–90 Minuten | 6–8 Std | Intensive Wirkung, schwerer dosierbar |
Spray (Sativex) | 15–30 Minuten | 3–5 Std | Gleichmäßige Wirkung, medizinisch anerkannt |
Gerade bei MS ist das richtige Maß entscheidend. Zu viel THC kann schnell überfordern, während zu wenig keine Wirkung zeigt. CBD hingegen ist gut verträglich und eignet sich ideal für den Einstieg.
Einsteiger: CBD-Öl mit 5–10 % – 1 Tropfen morgens und abends
Für Spastiken: Kombination aus THC und CBD – z. B. 1:1 Ratio über Vape oder Spray
Für Schmerzen & Schlaf: Edibles mit langsamem Wirkungseintritt, z. B. 5–10 mg THC
➡️ Wichtig: Immer individuell anpassen, mit niedriger Dosis starten und Wirkung beobachten. Am besten mit ärztlicher Begleitung.
„Cannabis ist kein Wundermittel, aber es hilft mir, besser zu schlafen und mich zu entspannen – besonders nach einem Schub.“
„Ich nehme CBD jeden Tag und nutze THC nur, wenn es mit der Spastik richtig schlimm wird. Ich fühl mich dadurch stabiler.“
„Mit Edibles krieg ich endlich wieder Appetit und kann nachts durchschlafen – das macht so viel aus.“
Viele MS-Patient:innen berichten, dass sie sich mit Cannabis endlich wieder ein Stück Kontrolle über ihren Körper zurückholen konnten – auch wenn es natürlich kein Heilmittel ist.
Seit März 2017 ist Cannabis in Deutschland auf Rezept erhältlich. Für MS-Betroffene ist es eine anerkannte Option, wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichend helfen.
Diagnose durch einen Facharzt
Rezept durch Neurologen oder Schmerztherapeuten
Genehmigung durch die Krankenkasse (je nach Fall)
Sativex (Spray mit THC/CBD 1:1)
Dronabinol (reines THC in Tropfenform)
Cannabisblüten – sortenabhängig mit hohem THC/CBD-Anteil
Mundtrockenheit
Müdigkeit
Konzentrationsstörungen
leichte Paranoia (bei zu hoher THC-Dosis)
Abhängigkeitspotenzial (bei starkem THC-Konsum)
Toleranzbildung
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich
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Ja – mit ärztlichem Rezept kann medizinisches Cannabis bei MS verschrieben werden.
THC gegen Spastiken und Schmerzen, CBD zur Entzündungshemmung & inneren Balance.
„Start low, go slow“ – am besten mit CBD beginnen und bei Bedarf THC ergänzen.
Nicht heilen – aber Symptome lindern und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und möchte niemanden zum Konsum von HHC oder ähnlichen Produkten verleiten. Unsere Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Informiere dich vor dem Kauf stets über die aktuelle Gesetzeslage in deinem Land.