Aller au contenu principal
Cannabis

Lollipopping bei Cannabis – Mehr Ertrag durch gezieltes Entlauben

Écrit par : Katharina

|

|

Temps de lecture 6 min

Wer beim Cannabis-Anbau das Maximum aus seinen Pflanzen herausholen möchte, stößt häufig auf den Begriff Lollipopping. Dabei handelt es sich um eine Technik des selektiven Entlaubens, bei der gezielt Blätter und kleine Seitentriebe entfernt werden, um die Pflanze dazu zu bringen, ihre Energie auf die höher gelegenen, besser beleuchteten Buds zu konzentrieren. Das Resultat: größere, potentere Blüten und ein insgesamt ertragsreicherer Anbau. Doch wie funktioniert Lollipopping genau, wann sollte man es am besten anwenden und welche Fehler gilt es zu vermeiden?


In diesem Artikel erfährst Du Schritt für Schritt, was Du zum Thema Lollipopping wissen musst, damit Deine Cannabis-Pflanzen optimal gedeihen und Dir eine reiche, qualitativ hochwertige Ernte bescheren.

Key Takeaways: Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick

  • Lollipopping erhöht den Ertrag , indem es die Energie auf die Hauptbuds konzentriert.
  • Die unteren Triebe werden entfernt , da sie meist wenig Licht bekommen und nicht gut ausreifen.
  • Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend – am besten in der späten Wachstumsphase oder frühen Blüte.
  • Kombiniert mit anderen Techniken wie Low-Stress-Training (LST) kann Lollipopping besonders effektiv sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Lollipopping, und warum wird es angewendet?

Definition und Ziel von Lollipopping


Lollipopping bezeichnet eine Entlaubungstechnik, bei der gezielt alle kleinen, lichtarmen Zweige und Blätter im unteren Bereich der Pflanze entfernt werden. Auf diese Weise soll die Pflanze dazu animiert werden, ihre Energie in die oberen, besser beleuchteten Blütenstände zu stecken, anstatt Ressourcen auf kleinere, unproduktive Blüten in den unteren Regionen zu verschwenden.


Vorteile auf einen Blick:


Höhere Qualität der Buds – Die Pflanze investiert mehr Ressourcen in die Hauptblüten.

Bessere Lichtverteilung – Das Licht erreicht die wichtigen Buds besser, da das untere Blattwerk nicht mehr im Weg ist.

Bessere Luftzirkulation – Weniger Blätter im unteren Bereich reduzieren das Risiko von Schimmel und Schädlingen.

Einfachere Pflege – Beim Gießen und Trimmen hat man weniger Hindernisse durch unnötiges Blattwerk.


 Warum überhaupt „Lollipopping“?


Der Name „Lollipopping“ kommt daher, dass nach der Prozedur die Pflanze oft wie ein Lolli aussieht: Ein blanker Stiel unten (der Stiel des Lutschers) und ein dichter „Blütenkopf“ oben (der Lutscher selbst).


Du baust an und bist auf der Suche nach Samen? Hier findest du unser Angebot!

Cannabis
Foto von Ryan Lange auf Unsplash 

Die richtige Lollipopping-Technik – Schritt für Schritt

Damit Lollipopping effektiv ist und Deine Pflanzen dabei möglichst wenig Stress erleiden, solltest Du sorgfältig und planvoll vorgehen.


Pflanze vorbereiten


1. Bewässern: Gieße die Pflanze 1–2 Tage vor dem Lollipopping. Dadurch ist das Gewebe elastischer, und die Pflanze übersteht den Eingriff besser.


2. Werkzeug: Verwende eine scharfe Schere oder ein steriles Skalpell, um Infektionen zu vermeiden. Ein sauberes, scharfes Werkzeug schneidet präzise und verursacht weniger Gewebeverletzung.


Untere Blätter und Triebe entfernen


• Kleine, schwache Triebe an den unteren 30–40 % der Pflanze wegschneiden.


• Entferne dabei nur Zweige, die kein starkes Wachstumspotenzial oder keine gute Lichtversorgung haben.


• Keine großen Hauptäste entfernen – der Fokus liegt auf kleinen Seitentrieben und schattigen Blättern.


Achtung: Wenn Du zu viele Blätter wegnimmst, kann die Pflanze gestresst werden. Ein Richtwert ist, maximal 30–40 % des unteren Blattwerks zu entfernen.


Heilung unterstützen


• Regeneration: Nach dem Beschneiden sollte die Pflanze ausreichend Zeit haben, um sich zu erholen. Vermeide direktes Düngen oder weiteres Beschneiden in den ersten Tagen.


• Gute Luftzirkulation: Achte auf moderate Luftfeuchtigkeit, damit sich die Schnittwunden schnell schließen können und kein Schimmel entsteht.


• Beobachten: Checke die Pflanze einige Tage später. Erscheinen neue Triebe, die keine Chance auf Licht haben, können diese noch nachträglich entfernt werden.

Häufige Fehler beim Lollipopping vermeiden

Zu starkes Beschneiden


Ein häufiger Anfängerfehler ist das übermäßige Entfernen von Blättern und Zweigen. Das kann die Pflanze unter extremen Stress setzen, das Wachstum verzögern und letztlich den Ertrag schmälern.


• Faustregel: Entlaste den unteren Teil, aber behalte genug Blattmasse, damit die Pflanze weiterhin Photosynthese betreiben kann.


Falscher Zeitpunkt


• Zu frühes Lollipopping: Vor der Wachstumsphase (Vegetationsphase) hat die Pflanze noch nicht genügend Struktur entwickelt.


• Zu spätes Lollipopping: Nach der Blütephase kann die Pflanze sich nicht mehr richtig erholen, was zu kleineren Buds und weniger Ertrag führt.

Um den Ertrag und die Qualität Deiner Pflanzen weiter zu steigern, kannst Du Lollipopping mit weiteren Methoden kombinieren.


Lollipopping & Low-Stress-Training (LST)


• Low-Stress-Training bedeutet, die Äste der Pflanze vorsichtig zu biegen und fixieren, damit mehr Licht an sonst schattige Bereiche gelangt.


• In Kombination mit Lollipopping vermeidest Du unproduktive Stellen und maximierst die Lichtausbeute. Das Ergebnis sind gleichmäßiger ausgebildete Buds auf unterschiedlichen Astebenen.


Lollipopping & SCROG (Screen of Green)


Bei der SCROG-Methode wird ein Netz über die Pflanzen gespannt, durch das man die Triebe führt.


Lollipopping sorgt dafür, dass nur die obersten, kräftigen Buds durchs Netz wachsen, während unten keine kleinen, unnützen Blüten verbleiben. So konzentriert sich die gesamte Energie auf die Durchdringung des Netzes und die Bildung großer Buds an der Oberfläche.

Entdecke unsere Cannabis Samen!

Hier unsere Cannabis Samen entdecken!

Lollipopping bei automatischen Sorten (Autoflowering Strains)

Ein besonderes Thema, das immer wieder unter Growern diskutiert wird, ist die Anwendung von Lollipopping bei sogenannten Autoflowering Sorten. Diese selbstblühenden Sorten beginnen ihre Blüte nicht auf Basis der Lichtstunden (Photoperiode), sondern wechseln nach einer gewissen Wachstumszeit automatisch in die Blütephase. Bei herkömmlichen photoperiodischen Sorten kann man den Zeitpunkt für Lollipopping recht genau bestimmen, da man weiß, wann man die Beleuchtung umstellt beziehungsweise wann die Pflanze aus eigenem Antrieb (im Outdoor-Bereich) in die Blüte übergeht. Bei Autoflowers hingegen entfällt diese planbare Umstellung – sie blühen, sobald ihre genetische Uhr es vorgibt.


Diese Besonderheit führt zu einigen Vor- und Nachteilen, die man beim Lollipopping berücksichtigen sollte. Einerseits reagieren viele Autoflowering Sorten sensibler auf Stress als photoperiodische Pflanzen. Das bedeutet, dass starke Beschneidungsmaßnahmen wie das Entfernen mehrerer Blätter oder ganzer Seitentriebe für sie problematisch sein können, insbesondere wenn dies zu einem Zeitpunkt passiert, an dem sie rasch in die Blüte übergehen. Werden Autoflowers in diesem kritischen Moment zu stark beschnitten, kann das Wachstum gehemmt werden, was letztlich zu einem insgesamt geringeren Ertrag führt.


Andererseits kann bei manchen robusteren Autoflowering Hybriden ein leichtes Lollipopping sinnvoll sein, wenn die Pflanze sehr buschig und unten herum extrem beschattet ist. Hierbei sollte man jedoch deutlich vorsichtiger vorgehen als bei photoperiodischen Sorten und nur die offensichtlich unproduktiven, lichtarmen Triebe entfernen. Die Grundidee ist, den Großteil der Blätter zu erhalten, damit die Pflanze trotz ihres schnellen Lebenszyklus genug Blattmasse für die Photosynthese behält. Außerdem sollte das Lollipopping bei Autoflowers eher früh und in sehr kleinem Umfang geschehen, um den durchgehenden Wachstumsprozess nicht zu stark zu beeinträchtigen.


Cannabis
Foto von Ryan Lange auf Unsplash 
Cannabis
Foto von Markus Spiske auf Unsplash 

Fazit – Ist Lollipopping sinnvoll?

Lollipopping ist eine effektive Technik, um die Erträge beim Cannabis-Anbau zu steigern und die Pflanze optimal zu nutzen. Indem Du die unteren, schattigen Triebe und Blätter entfernst, konzentriert sich die Pflanze auf die Ausbildung ihrer wichtigsten Buds an der Spitze – wo das Licht am besten hinkommt.


Effekt: Mehr Fokus auf hochqualitative Buds statt Energieverschwendung für Kleinstblüten.


Kombination: Insbesondere in Verbindung mit Low-Stress-Training (LST) oder SCROG kann Lollipopping das Pflanzenwachstum optimal ausrichten.


Vorsicht & Timing: Achte darauf, nicht zu früh bzw. nicht zu spät zu lollipoppen und stets nur so viele Blätter zu entfernen, dass die Pflanze nicht geschwächt wird.


Bei richtiger Anwendung erzielt man einen höheren Ertrag und bessere Qualität. Gerade für Grower, die auf Effizienz setzen oder nur begrenzten Platz zur Verfügung haben, lohnt sich diese Methode allemal.

Dich interessieren weitere Themen rund um Cannabis und Edibles? Dann klicke  hier !

FAQ – Häufige Fragen zu Lollipopping

Ist Lollipopping für Anfänger geeignet?

Ja, auch Anfänger können Lollipopping anwenden, solange sie sich an die Grundregeln halten und nicht zu viel abschneiden. Es empfiehlt sich, das erste Mal vorsichtig vorzugehen und Erfahrungen zu sammeln.

Kann man Lollipopping bei jeder Sorte anwenden?

Grundsätzlich ja. Allerdings reagieren manche Sorten (z. B. sehr empfindliche Sativas) sensibler auf Stress. Indica-dominante Pflanzen verkraften das Entlauben oft etwas besser.

Wie oft sollte man Lollipopping machen?

Meistens reicht einmal pro Wachstumszyklus aus. Manche Grower nehmen leichte Korrekturen vor, wenn wieder kleine, unproduktive Triebe wachsen. Aber zu häufiges Entlauben kann die Pflanze schwächen.

Kann ich Lollipopping mit anderen Methoden kombinieren?

Ja, besonders mit Low-Stress-Training (LST) oder SCROG lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen, da beide Techniken unterschiedliche Aspekte der Pflanzenarchitektur optimieren.

Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und möchte niemanden zum Konsum von HHC oder ähnlichen Produkten verleiten. Unsere Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Informiere dich vor dem Kauf stets über die aktuelle Gesetzeslage in deinem Land.

Diese Themen könnten dir auch gefallen

Schau dir unsere Empfehlungen für dich an: