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Cannabis Pflanze mit typischen Schädlingsschäden wie Blattflecken, gesprenkelten Oberflächen und Trichomverlust – Beispiel für frühen Befall.

Fimming bei Cannabis: Technik, Wirkung und richtige Anwendung

Écrit par : Katharina

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Temps de lecture 4 min

Fimming ist eine spezielle Schnitttechnik im Cannabisanbau, die darauf abzielt, das Höhenwachstum zu kontrollieren und die Anzahl der Haupttriebe zu erhöhen. Sie wird häufig als Alternative zum klassischen Topping eingesetzt und richtet sich an Grower, die ihre Pflanzen buschiger wachsen lassen und mehr gleichmäßig entwickelte Blütenstände erzielen möchten. Richtig angewendet kann Fimming die Pflanzenstruktur deutlich verändern – falsch umgesetzt führt es jedoch schnell zu Stress oder unkontrolliertem Wuchs.


Der Begriff „Fimming“ stammt ursprünglich aus dem englischen Sprachraum und beschreibt eine Technik, bei der die Triebspitze nicht vollständig entfernt, sondern nur teilweise gekappt wird. Genau dieser Unterschied macht Fimming sowohl interessant als auch anspruchsvoll. In diesem Artikel erfährst Du, wie Fimming funktioniert, wann es sinnvoll ist, wie es sich von anderen Trainingsmethoden unterscheidet und welche Fehler Du unbedingt vermeiden solltest.


Key Takeaways:


  • Fimming ist eine Alternative zum klassischen Topping

  • Die Triebspitze wird nur teilweise entfernt

  • Ziel ist die Bildung mehrerer neuer Haupttriebe

  • Technik erfordert präzise Ausführung

  • Kombination mit LST steigert die Effektivität

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Fimming genau?

Beim Fimming wird die oberste Wachstumsspitze der Cannabispflanze nicht komplett abgeschnitten, sondern nur etwa 70–80 % der jungen Triebspitze entfernt. Im Gegensatz zum Topping bleibt ein Teil des Meristems erhalten. Dadurch reagiert die Pflanze anders als bei einem vollständigen Schnitt.


Statt zwei neue Haupttriebe auszubilden, wie es beim Topping üblich ist, kann Fimming dazu führen, dass drei, vier oder sogar mehr neue Triebe entstehen. Das Ergebnis ist eine buschigere Pflanze mit mehreren gleichwertigen Hauptcolas, sofern die Pflegebedingungen stimmen.


Wie wirkt sich Fimming auf die Cannabispflanze aus?

Fimming greift direkt in die Wachstumshormone der Pflanze ein. Normalerweise dominiert die oberste Triebspitze das Wachstum (apikale Dominanz). Durch das partielle Entfernen dieser Spitze wird dieses Gleichgewicht gestört, ohne es vollständig aufzuheben.


Die Pflanze reagiert darauf mit einer unklaren Neuverteilung der Wachstumshormone, was zu mehreren konkurrierenden Trieben führen kann. Diese wachsen oft etwas ungleichmäßiger als beim Topping, können sich bei guter Pflege jedoch stabilisieren.


Wichtig zu verstehen ist: Fimming erzeugt mehr Potenzial, aber keine Garantie für gleichmäßige Ergebnisse. Die Technik erfordert daher eine gute Beobachtung und gegebenenfalls nachfolgendes Training.

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Fimming vs. Topping: Die wichtigsten Unterschiede


Schnitttechnik



  • Topping: vollständiges Entfernen der Triebspitze

  • Fimming: teilweises Entfernen der Triebspitze




Reaktion der Pflanze



  • Topping: meist zwei neue Haupttriebe

  • Fimming: oft drei bis fünf neue Triebe, ungleichmäßig möglich




Kontrolle



  • Topping: sehr berechenbar

  • Fimming: weniger vorhersehbar, dafür potenziell ertragreicher



Für Anfänger ist Topping oft leichter zu kontrollieren. Fimming eignet sich besser für Grower, die bereits ein Gefühl für Pflanzenreaktionen entwickelt haben.


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Wann ist der richtige Zeitpunkt für Fimming?

Der optimale Zeitpunkt für Fimming liegt in der vegetativen Wachstumsphase, sobald die Pflanze stabil wächst und mehrere Nodien gebildet hat. In der Regel eignet sich der Zeitraum, wenn die Pflanze mindestens 4–6 Nodien besitzt.


Zu frühes Fimming schwächt die Pflanze, da sie noch nicht über ausreichende Energiereserven verfügt. Zu spätes Fimming kann das Höhenwachstum zwar bremsen, aber nicht mehr effektiv in neue Triebe umleiten.


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Fimming Schritt für Schritt erklärt


  1. Gesunde Pflanze wählen

    Die Cannabispflanze sollte vital sein, ohne Stresssymptome oder Mängel.

  2. Triebspitze lokalisieren

    Geschnitten wird der oberste, jüngste Trieb.

  3. Teilweiser Schnitt

    Etwa 70–80 % der Triebspitze werden entfernt. Ein kleiner Rest bleibt stehen.

  4. Sauberes Werkzeug verwenden

    Scharfe, desinfizierte Scheren reduzieren das Infektionsrisiko.

  5. Regeneration abwarten

    Die Pflanze benötigt einige Tage, um auf den Schnitt zu reagieren.



Häufige Fehler beim Fimming

Ein sehr häufiger Fehler ist ein zu tiefer Schnitt. Wird die Triebspitze vollständig entfernt, entspricht das Ergebnis faktisch einem Topping. Der gewünschte Fimming-Effekt bleibt aus, und die Pflanze reagiert vorhersehbar mit zwei neuen Trieben statt mehreren.


Ebenso problematisch ist ein zu hoher oder unpräziser Schnitt. Bleibt zu viel Triebmaterial stehen, kann es passieren, dass die Pflanze die apikale Dominanz beibehält und kaum neue Triebe bildet. In diesem Fall hat der Eingriff kaum Einfluss auf die Pflanzenstruktur.


Ein weiterer Fehler ist das Fimming bei bereits gestressten Pflanzen. Cannabis reagiert auf Training nur dann positiv, wenn es sich in einem stabilen Zustand befindet. Fimming bei Nährstoffmängeln, falschem Klima oder Überwässerung verstärkt Stress und kann das Wachstum deutlich verlangsamen.

Langfristige Auswirkungen von Fimming

Richtig angewendet verändert Fimming die Pflanzenarchitektur nachhaltig. Statt einer dominanten Hauptcola entsteht eine breitere, gleichmäßigere Krone, die Licht effizienter nutzt. Dadurch können mehr Blütenstände in den optimalen Lichtbereich gelangen, was sich positiv auf den Gesamtertrag auswirken kann.


Allerdings ist Fimming kein Garant für höhere Erträge. Die Pflanze benötigt ausreichend Zeit zur Regeneration und stabile Umweltbedingungen. Wird zu häufig oder zu spät gefimmt, kann sich die Blütephase verzögern oder ungleichmäßig verlaufen.


Langfristig profitieren vor allem Indoor-Grower mit begrenzter Höhe von Fimming, da das vertikale Wachstum kontrolliert und der verfügbare Raum besser genutzt wird. Outdoor kann Fimming ebenfalls sinnvoll sein, erfordert aber mehr Platz für die seitliche Ausbreitung.

FAQ

Ist Fimming besser als Topping?

Nicht grundsätzlich. Fimming bietet mehr Potenzial, ist aber weniger berechenbar.

Können Anfänger Fimming anwenden?

Mit Vorsicht. Für Einsteiger ist Topping meist leichter zu kontrollieren.


Wie lange braucht die Pflanze zur Erholung?

Meist einige Tage bis eine Woche, abhängig von Pflege und Vitalität.


Kann man mehrmals fimmen?

Ja, bei gesunden Pflanzen – aber mit ausreichenden Erholungsphasen.

Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und möchte niemanden zum Konsum von CBD oder ähnlichen Produkten verleiten. Unsere Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Informiere dich vor dem Kauf stets über die aktuelle Gesetzeslage in deinem Land.

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