Cannabisanbau und Perlit: Warum das Substrat Deine Ernte entscheidet
Écrit par : Katharina
|
|
Temps de lecture 4 min
Der Cannabisanbau steht und fällt mit dem richtigen Substrat. Während Licht, Wasser und Nährstoffe oft im Fokus stehen, wird ein entscheidender Faktor häufig unterschätzt: die Bodenstruktur. Genau hier kommt Perlit ins Spiel. Das mineralische Zuschlagmaterial wird seit Jahrzehnten im professionellen Gartenbau eingesetzt und hat sich auch im Cannabisanbau als fester Bestandteil bewährt.
Perlit verbessert die Durchlüftung, reguliert den Wasserhaushalt und unterstützt ein gesundes Wurzelwachstum. Richtig eingesetzt kann es Wachstumsprobleme verhindern, Staunässe vermeiden und die Nährstoffaufnahme stabilisieren. In diesem Artikel erfährst Du, was Perlit ist, warum es im Cannabisanbau so beliebt ist, wie Du es korrekt dosierst und welche typischen Fehler Du vermeiden solltest.
Key Takeaways:
Perlit verbessert die Bodenstruktur im Cannabisanbau deutlich
Es sorgt für bessere Wurzelbelüftung und weniger Staunässe
Die richtige Dosierung ist entscheidend für stabile Ergebnisse
Besonders im Indoor-Anbau ist Perlit nahezu unverzichtbar
In Kombination mit Erde oder Kokos entfaltet Perlit sein volles Potenzial
Perlit ist ein natürlich vorkommendes vulkanisches Gestein, das bei sehr hohen Temperaturen aufgebläht wird. Durch diesen Prozess entstehen die charakteristischen weißen, porösen Körnchen, die extrem leicht und luftdurchlässig sind.
Im Cannabisanbau wird Perlit nicht als eigenständiges Substrat genutzt, sondern als Zusatz zu Erde oder Kokos, um deren physikalische Eigenschaften zu verbessern. Es ist chemisch inert, reagiert nicht mit Nährstoffen und verändert den pH-Wert des Substrats nicht.
Die Wurzeln von Cannabispflanzen benötigen Sauerstoff. In zu dichter oder dauerhaft feuchter Erde kommt es schnell zu Sauerstoffmangel, was das Wurzelwachstum hemmt und Krankheiten begünstigt.
Perlit sorgt dafür, dass:
überschüssiges Wasser schneller abfließen kann
sich keine Staunässe bildet
das Substrat locker und luftdurchlässig bleibt
Gerade im Cannabisanbau, wo häufig intensiv gegossen und gedüngt wird, ist diese Eigenschaft entscheidend für gesunde Pflanzen.
Entdecke auch UNSER Samen!
Vorteile von Perlit im Cannabisanbau
Verbesserte Wurzelbelüftung
Perlit schafft Hohlräume im Substrat, durch die Luft bis zu den Wurzeln gelangt. Eine gut belüftete Wurzelzone fördert kräftiges Wachstum und eine stabile Pflanzenstruktur.
Schutz vor Staunässe
Staunässe zählt zu den häufigsten Ursachen für Wurzelfäule. Durch die Drainagewirkung von Perlit kann überschüssiges Wasser besser ablaufen, was besonders bei Anfängern viele Probleme verhindert.
Gleichmäßiger Wasserhaushalt
Obwohl Perlit selbst kaum Wasser speichert, sorgt es dafür, dass Feuchtigkeit gleichmäßiger im Substrat verteilt wird. Die Erde trocknet kontrollierter ab, ohne komplett auszutrocknen.
Stabilere Nährstoffaufnahme
Gesunde, gut belüftete Wurzeln können Nährstoffe effizienter aufnehmen. Perlit trägt indirekt dazu bei, Mangelerscheinungen und Stressreaktionen zu reduzieren.
Im klassischen Cannabisanbau mit Erde wird Perlit fast immer untergemischt. Die richtige Dosierung hängt von der Ausgangserde und dem Anbaustil ab.
Leichte Erde: ca. 10–20 % Perlit
Standard-Blumenerde: ca. 20–30 % Perlit
Sehr dichte Erde: bis zu 40 % Perlit
Ziel ist ein lockeres Substrat, das sich leicht zusammendrücken lässt, aber nicht matschig wirkt. Zu wenig Perlit führt zu Verdichtung, zu viel Perlit kann das Substrat zu schnell austrocknen lassen.
Perlit im Indoor-Cannabisanbau
Im Indoor-Anbau ist Perlit besonders beliebt, da hier das Risiko für Staunässe höher ist. Töpfe, begrenztes Volumen und häufiges Gießen erhöhen die Anforderungen an die Drainage.
Durch den Einsatz von Perlit:
trocknet das Substrat gleichmäßiger ab
lassen sich Gießintervalle besser kontrollieren
sinkt das Risiko für Wurzelprobleme deutlich
Gerade in Growboxen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist eine gute Wurzelbelüftung essenziell.
Auch im Outdoor-Anbau kann Perlit sinnvoll sein, vor allem bei schweren oder lehmigen Böden. Hier hilft es, die Bodenstruktur zu lockern und Regenwasser besser abzuleiten.
Allerdings ist der Nutzen im Freiland geringer als im Topfanbau, da natürliche Böden meist besser durchlüftet sind. In Pflanzlöchern oder Hochbeeten kann Perlit dennoch einen spürbaren Unterschied machen.
Perlit und Kokos im Cannabisanbau
Kokos-Substrate sind von Natur aus luftiger als Erde, profitieren aber ebenfalls von Perlit. In Kombination entsteht ein sehr stabiles, professionelles Anbausystem.
Typische Mischungen:
70 % Kokos / 30 % Perlit
60 % Kokos / 40 % Perlit
Diese Kombination eignet sich besonders für Grower, die präzise düngen und maximale Kontrolle über Wasser- und Nährstoffzufuhr wünschen.
Häufige Fehler beim Einsatz von Perlit
Obwohl Perlit im Cannabisanbau als einfaches und bewährtes Hilfsmittel gilt, treten in der Praxis immer wieder Fehler auf, die das Pflanzenwachstum unbemerkt beeinträchtigen. Viele dieser Probleme entstehen nicht durch Perlit selbst, sondern durch falsche Dosierung, unsachgemäße Anwendung oder fehlendes Verständnis für das Zusammenspiel von Substrat, Wasser und Wurzeln.
Zu wenig Perlit im Substrat
Einer der häufigsten Fehler ist ein zu geringer Perlit-Anteil. Vor allem handelsübliche Blumenerden sind oft sehr dicht und speichern Wasser lange. Wird hier nur wenig oder gar kein Perlit beigemischt, verdichtet sich das Substrat schnell.
Die Folge ist ein Sauerstoffmangel im Wurzelbereich. Cannabispflanzen reagieren darauf mit verlangsamtem Wachstum, hängenden Blättern und einer erhöhten Anfälligkeit für Wurzelfäule. Besonders tückisch: Diese Symptome werden häufig fälschlicherweise als Nährstoffmangel interpretiert, obwohl die Ursache rein physikalisch ist.
FAQ
Was bewirkt Perlit im Cannabisanbau?
Perlit lockert das Substrat, verbessert die Drainage und fördert gesundes Wurzelwachstum.
Wie viel Perlit sollte man untermischen?
Je nach Erde sind 20–30 % ein bewährter Richtwert.
Kann man Cannabis nur in Perlit anbauen?
Nein, Perlit ist ein Zusatzstoff und kein vollständiges Substrat.
Ist Perlit besser als Blähton?
Für Substratmischungen ja, da Perlit leichter und luftiger ist.
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und möchte niemanden zum Konsum von CBD oder ähnlichen Produkten verleiten. Unsere Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Informiere dich vor dem Kauf stets über die aktuelle Gesetzeslage in deinem Land.