Die Rosin Herstellung gehört zu den lösungsmittelfreien Extraktionsmethoden und basiert ausschließlich auf Druck und Hitze. Im Gegensatz zu chemischen Extraktionen werden keine Lösungsmittel wie Butan oder Ethanol eingesetzt. Dadurch gilt Rosin als besonders „sauberes“ Konzentrat, da keine Rückstände entstehen.
Das Grundprinzip ist physikalisch einfach: Unter Hitze verflüssigen sich die Harzbestandteile (Cannabinoide und Terpene), und durch Druck werden sie aus dem Pflanzenmaterial herausgepresst. Doch die Qualität des Endprodukts hängt stark von Ausgangsmaterial, Temperatur, Druckprofil und Feuchtigkeit ab.
Rosin ist kein chemisches Produkt, sondern ein thermodynamisches Ergebnis.
Die Rosin Herstellung basiert auf drei zentralen Faktoren:
Temperatur
Druck
Zeit
Cannabinoide und Terpene sind bei Raumtemperatur viskos oder fest. Wird Hitze zugeführt, sinkt ihre Viskosität. Gleichzeitig wirkt mechanischer Druck, der die verflüssigten Harzbestandteile aus dem Pflanzenmaterial presst.
Entscheidend ist das Zusammenspiel:
Zu hohe Temperatur → Terpenverlust, dunkleres Produkt
Zu niedrige Temperatur → geringere Ausbeute
Zu hoher Druck → Pflanzenpartikel im Extrakt
Zu niedriger Druck → ineffiziente Ausbeute
Die optimale Balance liegt in einem Bereich, in dem Harz fließt, ohne dass Zellstruktur zerstört wird.
Die Qualität des Rosins steht und fällt mit dem Ausgangsmaterial.
Verwendet werden häufig:
getrocknete Blüten
Haschisch
Ice-O-Lator
Bubble Hash
Je höher die Harzkonzentration, desto höher die Ausbeute.
Ein zentraler Parameter ist der Feuchtigkeitsgehalt. Ist das Material zu trocken, wird weniger Rosin extrahiert. Ist es zu feucht, kann das Ergebnis instabil werden.
Ideal ist eine moderate Restfeuchte, da sie die Fließfähigkeit unterstützt, ohne die Struktur negativ zu beeinflussen.
Niedrige Temperaturen (ca. 80–100 °C):
bessere Terpen-Erhaltung
hellere Farbe
dickflüssige Konsistenz
geringere Ausbeute
Mittlere Temperaturen (100–120 °C):
Hohe Temperaturen (120 °C+):
Die Temperatur beeinflusst also nicht nur die Menge, sondern auch das sensorische Profil.
Rosin wird meist mit hydraulischen oder mechanischen Pressen hergestellt.
Wichtige Faktoren:
langsamer Druckaufbau
gleichmäßige Verteilung
kontrollierte Pressdauer
Ein langsamer Druckanstieg verhindert das „Blowout“ – also das Herauspressen von Pflanzenmaterial.
Pressdauer beeinflusst:
Ausbeute
Textur
Oxidationsgrad
Zu langes Pressen kann zu dunklerem Rosin führen.
Nach dem Pressen kann Rosin unterschiedliche Konsistenzen annehmen:
Diese Texturen entstehen durch:
Temperatur
Luftkontakt
Lagerung
Rühren („Whipping“)
Die Nachbehandlung beeinflusst Oxidation und Kristallbildung. Sauerstoffkontakt kann die Farbe verändern.
Rosin enthält neben Cannabinoiden auch Terpene, die für Aroma und Wirkung relevant sind.
Terpene sind flüchtig. Hohe Temperaturen reduzieren:
Ein schonendes Temperaturprofil bewahrt das vollständige Profil besser.
Das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen beeinflusst die Gesamtwirkung – häufig als „Entourage-Effekt“ bezeichnet.
Die Rosin Herstellung endet nicht mit dem Pressvorgang. Die chemische Stabilität nach der Extraktion entscheidet maßgeblich über Qualität, Potenz, Aroma und Konsistenz. Rosin ist ein komplexes Gemisch aus Cannabinoiden, Terpenen, Lipiden und pflanzlichen Begleitstoffen – und dieses System reagiert empfindlich auf Sauerstoff, Licht, Temperatur und Feuchtigkeit.
1. Oxidation: Der unsichtbare Qualitätsverlust
Sobald Rosin Luftkontakt hat, beginnt Oxidation. Sauerstoff reagiert mit:
Das führt zu:
THC kann beispielsweise durch Oxidation zu CBN umgewandelt werden. Dieser Prozess ist temperatur- und lichtabhängig.
Oxidation ist nicht sofort sichtbar – sie beginnt molekular.
2. Terpen-Stabilität und Verdampfung
Terpene sind flüchtige organische Verbindungen. Ihre Verdunstung beginnt bereits bei moderaten Temperaturen. Wenn Rosin bei Raumtemperatur offen gelagert wird, verliert es kontinuierlich:
Frische
Intensität
Komplexität
Hohe Temperaturen beschleunigen diesen Prozess exponentiell.
Deshalb gilt:
Temperatur ist der wichtigste Faktor für Aromastabilität.
3. Kristallbildung und Texturveränderung
Rosin kann mit der Zeit seine Konsistenz verändern. Das liegt an der natürlichen Neigung von Cannabinoiden zur Kristallbildung.
Mögliche Veränderungen:
Diese Veränderungen sind nicht zwingend Qualitätsverlust, sondern physikalische Umstrukturierungen.
Temperaturzyklen (kalt → warm → kalt) verstärken diesen Effekt.
4. Ideale Lagerbedingungen
Für maximale Stabilität:
Je niedriger die Temperatur, desto langsamer laufen Oxidations- und Verdunstungsprozesse ab.
Professionelle Lagerung zielt darauf ab, chemische Reaktionen zu verlangsamen – nicht sie zu stoppen.
5. Einfluss von Restfeuchtigkeit
Zu hohe Restfeuchtigkeit im Ausgangsmaterial kann dazu führen, dass Rosin instabil wird. Wasser begünstigt:
mikrobielle Risiken
Texturveränderungen
schnellere Degradation
Zu trockenes Material hingegen reduziert die Ausbeute und kann zu bröseliger Textur führen.
Die Balance ist entscheidend.
6. Langfristige Qualitätsbewertung
Hochwertiges Rosin bleibt über längere Zeit:
aromatisch
konsistent in der Textur
optisch klar
Ein schneller Aromaverlust oder starke Dunkelfärbung können auf:
hohe Press-Temperatur
Sauerstoffexposition
schlechte Lagerung
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und möchte niemanden zum Konsum von CBD oder ähnlichen Produkten verleiten. Unsere Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Informiere dich vor dem Kauf stets über die aktuelle Gesetzeslage in deinem Land.