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Cannabis Pflanze mit typischen Schädlingsschäden wie Blattflecken, gesprenkelten Oberflächen und Trichomverlust – Beispiel für frühen Befall.

Rosin Herstellung: Verfahren, Qualitätseinfluss und physikalische Grundlagen

Written by: Katharina

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Time to read 4 min

Die Rosin Herstellung gehört zu den lösungsmittelfreien Extraktionsmethoden und basiert ausschließlich auf Druck und Hitze. Im Gegensatz zu chemischen Extraktionen werden keine Lösungsmittel wie Butan oder Ethanol eingesetzt. Dadurch gilt Rosin als besonders „sauberes“ Konzentrat, da keine Rückstände entstehen.


Das Grundprinzip ist physikalisch einfach: Unter Hitze verflüssigen sich die Harzbestandteile (Cannabinoide und Terpene), und durch Druck werden sie aus dem Pflanzenmaterial herausgepresst. Doch die Qualität des Endprodukts hängt stark von Ausgangsmaterial, Temperatur, Druckprofil und Feuchtigkeit ab.


Rosin ist kein chemisches Produkt, sondern ein thermodynamisches Ergebnis.

Key Takeaways:


  • Rosin wird durch Hitze und Druck gewonnen

  • Ausgangsmaterial bestimmt Qualität

  • Temperatur beeinflusst Terpene

  • Druckprofil entscheidend für Reinheit

  • Lagerung beeinflusst Konsistenz



Inhaltsverzeichnis

Physikalische Grundlagen der Rosin Herstellung

Die Rosin Herstellung basiert auf drei zentralen Faktoren:


  1. Temperatur

  2. Druck

  3. Zeit



Cannabinoide und Terpene sind bei Raumtemperatur viskos oder fest. Wird Hitze zugeführt, sinkt ihre Viskosität. Gleichzeitig wirkt mechanischer Druck, der die verflüssigten Harzbestandteile aus dem Pflanzenmaterial presst.


Entscheidend ist das Zusammenspiel:


  • Zu hohe Temperatur → Terpenverlust, dunkleres Produkt

  • Zu niedrige Temperatur → geringere Ausbeute

  • Zu hoher Druck → Pflanzenpartikel im Extrakt

  • Zu niedriger Druck → ineffiziente Ausbeute



Die optimale Balance liegt in einem Bereich, in dem Harz fließt, ohne dass Zellstruktur zerstört wird.


Ausgangsmaterial: Der wichtigste Qualitätsfaktor

Die Qualität des Rosins steht und fällt mit dem Ausgangsmaterial.


Verwendet werden häufig:


  • getrocknete Blüten

  • Haschisch

  • Ice-O-Lator

  • Bubble Hash



Je höher die Harzkonzentration, desto höher die Ausbeute.


Ein zentraler Parameter ist der Feuchtigkeitsgehalt. Ist das Material zu trocken, wird weniger Rosin extrahiert. Ist es zu feucht, kann das Ergebnis instabil werden.


Ideal ist eine moderate Restfeuchte, da sie die Fließfähigkeit unterstützt, ohne die Struktur negativ zu beeinflussen.

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Temperaturbereiche und ihr Einfluss auf Konsistenz

Niedrige Temperaturen (ca. 80–100 °C):


  • bessere Terpen-Erhaltung

  • hellere Farbe

  • dickflüssige Konsistenz

  • geringere Ausbeute



Mittlere Temperaturen (100–120 °C):


  • gute Balance zwischen Qualität und Menge

  • stabilere Textur



Hohe Temperaturen (120 °C+):


  • höhere Ausbeute

  • dunklere Farbe

  • Verlust flüchtiger Terpene



Die Temperatur beeinflusst also nicht nur die Menge, sondern auch das sensorische Profil.

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Druckprofile und Pressdauer

Rosin wird meist mit hydraulischen oder mechanischen Pressen hergestellt.


Wichtige Faktoren:


  • langsamer Druckaufbau

  • gleichmäßige Verteilung

  • kontrollierte Pressdauer



Ein langsamer Druckanstieg verhindert das „Blowout“ – also das Herauspressen von Pflanzenmaterial.


Pressdauer beeinflusst:


  • Ausbeute

  • Textur

  • Oxidationsgrad



Zu langes Pressen kann zu dunklerem Rosin führen.


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Konsistenz und Nachbehandlung

Nach dem Pressen kann Rosin unterschiedliche Konsistenzen annehmen:


  • Shatter (glasartig)

  • Batter (cremig)

  • Sauce (flüssiger Anteil)

  • Budder (weich und luftig)



Diese Texturen entstehen durch:


  • Temperatur

  • Luftkontakt

  • Lagerung

  • Rühren („Whipping“)



Die Nachbehandlung beeinflusst Oxidation und Kristallbildung. Sauerstoffkontakt kann die Farbe verändern.


Einfluss von Terpenen und Cannabinoid-Profil

Rosin enthält neben Cannabinoiden auch Terpene, die für Aroma und Wirkung relevant sind.


Terpene sind flüchtig. Hohe Temperaturen reduzieren:


  • Myrcen

  • Limonen

  • Pinene



Ein schonendes Temperaturprofil bewahrt das vollständige Profil besser.


Das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen beeinflusst die Gesamtwirkung – häufig als „Entourage-Effekt“ bezeichnet.


Oxidation, Lagerung und chemische Stabilität von Rosin

Die Rosin Herstellung endet nicht mit dem Pressvorgang. Die chemische Stabilität nach der Extraktion entscheidet maßgeblich über Qualität, Potenz, Aroma und Konsistenz. Rosin ist ein komplexes Gemisch aus Cannabinoiden, Terpenen, Lipiden und pflanzlichen Begleitstoffen – und dieses System reagiert empfindlich auf Sauerstoff, Licht, Temperatur und Feuchtigkeit.



1. Oxidation: Der unsichtbare Qualitätsverlust



Sobald Rosin Luftkontakt hat, beginnt Oxidation. Sauerstoff reagiert mit:


  • Terpenen

  • Cannabinoiden

  • empfindlichen Aromastoffen



Das führt zu:


  • Farbveränderung (hell → bernstein → dunkler Ton)

  • Aromaverlust

  • veränderter Konsistenz

  • möglicher Wirkungsverschiebung



THC kann beispielsweise durch Oxidation zu CBN umgewandelt werden. Dieser Prozess ist temperatur- und lichtabhängig.


Oxidation ist nicht sofort sichtbar – sie beginnt molekular.


2. Terpen-Stabilität und Verdampfung



Terpene sind flüchtige organische Verbindungen. Ihre Verdunstung beginnt bereits bei moderaten Temperaturen. Wenn Rosin bei Raumtemperatur offen gelagert wird, verliert es kontinuierlich:


  • Frische

  • Intensität

  • Komplexität



Hohe Temperaturen beschleunigen diesen Prozess exponentiell.


Deshalb gilt:

Temperatur ist der wichtigste Faktor für Aromastabilität.


3. Kristallbildung und Texturveränderung



Rosin kann mit der Zeit seine Konsistenz verändern. Das liegt an der natürlichen Neigung von Cannabinoiden zur Kristallbildung.


Mögliche Veränderungen:


  • von glasartig zu cremig

  • von cremig zu kristallin

  • Bildung von „Zucker“-Strukturen



Diese Veränderungen sind nicht zwingend Qualitätsverlust, sondern physikalische Umstrukturierungen.


Temperaturzyklen (kalt → warm → kalt) verstärken diesen Effekt.


4. Ideale Lagerbedingungen



Für maximale Stabilität:


  • kühl lagern (nicht warm)

  • luftdicht verschließen

  • lichtgeschützt aufbewahren

  • Temperaturschwankungen vermeiden



Je niedriger die Temperatur, desto langsamer laufen Oxidations- und Verdunstungsprozesse ab.


Professionelle Lagerung zielt darauf ab, chemische Reaktionen zu verlangsamen – nicht sie zu stoppen.


5. Einfluss von Restfeuchtigkeit



Zu hohe Restfeuchtigkeit im Ausgangsmaterial kann dazu führen, dass Rosin instabil wird. Wasser begünstigt:


  • mikrobielle Risiken

  • Texturveränderungen

  • schnellere Degradation



Zu trockenes Material hingegen reduziert die Ausbeute und kann zu bröseliger Textur führen.


Die Balance ist entscheidend.


6. Langfristige Qualitätsbewertung



Hochwertiges Rosin bleibt über längere Zeit:


  • aromatisch

  • konsistent in der Textur

  • optisch klar



Ein schneller Aromaverlust oder starke Dunkelfärbung können auf:


  • hohe Press-Temperatur

  • Sauerstoffexposition

  • schlechte Lagerung


FAQ

Ist Rosin lösungsmittelfrei?

Ja, es werden keine chemischen Lösungsmittel verwendet.

Beeinflusst Temperatur die Wirkung?

Indirekt, da Terpene hitzeempfindlich sind.


Warum ist Rosin manchmal dunkel?

Hohe Temperaturen oder längere Pressdauer können die Farbe verändern.


Kann jedes Pflanzenmaterial verwendet werden?

Theoretisch ja, die Ausbeute hängt jedoch stark vom Harzgehalt ab.

Disclaimer

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und möchte niemanden zum Konsum von CBD oder ähnlichen Produkten verleiten. Unsere Produkte sind ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke gedacht. Informiere dich vor dem Kauf stets über die aktuelle Gesetzeslage in deinem Land.

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